Windows 7: Performance vs. Features

1. September 2008, 10:41
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Microsoft spricht über die Schwierigkeiten der Optimierung und unterschiedliche Anforderungen - Einige Performance- verbesserungen geplant

Einen ungewöhnlich offenen Blick in die Entstehung der nächsten Windows-Generation gibt Entwicklungschef Steven Sinofsky in einem aktuellen Blog-Eintrag. In diesem diskutiert er den Zugang von Windows 7 in Fragen Performance - ein Bereich also, für den die aktuelle Windows-Generation regelmäßig kritisiert wird.

Ziele

So habe man sich eine Reihe von internen Zielen gesetzt, die das kommende Microsoft-Betriebssystem schneller machen sollen als Vista. Sinofsky verweist allerdings darauf, dass allein schon die Bestimmung der Frage worin eigentlich Performance gemessen wird, keine sonderlich triviale Frage ist. Für manche sei es die Startzeit einer Anwendung, für andere der typischer RAM-Verbrauch, für dritte dann wieder die Batterie-Laufzeit.

Speed

Alles Dinge, die teilweise im Widerspruch zueinander stehen: Klassisch sei etwa hier das Beispiel RAM-Hunger vs. Anwendungsgeschwindigkeit. Immerhin würden Caches in vielen Bereichen eine Beschleunigung bieten, andererseits aber eben auch den Speicher-Footprint des Betriebssystems erhöhen.

Multikern

Ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklung ist die Reduktion des CPU-Verbrauchs, hier würden auch die aktuellen Multicore-Systeme einige neue Möglichkeiten bieten. Verbesserungen in diesem Bereich wären auch gleich in mehrfacher Hinsicht positiv, schließlich würde weniger CPU-Belastung auch eine längere Akku-Laufzeit mit sich ziehen.

Spannung

Gerade an diesem Beispiel zeige sich aber auch eine andere Problematik: Die des Spannungsverhältnisses Features vs. Performance. Denn so höre man immer wieder die Forderung danach, die Benutzeroberfläche grafisch aufwändiger zu gestalten, etwas das aber natürlich auch mehr Ressourcen benötige. Dazu komme die Schwierigkeit, dass man es kaum allen Recht machen können "Das was jemand unbedingt haben will, ist immer auch das, was jemand anderer auf keinen Fall haben will", so Sinofskys Erkenntnis.

Zugriff

Weitere Verbesserungen soll es bei Windows 7 bei der Reduktion der Plattenzugriffe geben. Nicht nur um diese allgemein zu reduzieren, auch um auf die spezifischen Herausforderungen der neuen Solid State Disks (SSDs) besser einzugehen. Außerdem will man auch die Boot-Zeit von Windows 7 vekürzen, ein Bereich, dem man mittlerweile einen eigenen Blog-Eintrag gewidmet hat. (red)

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