Zahl der Toten nach Nachtclub-Katastrophe in USA steigt auf 97

24. Februar 2003, 10:57
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Explosion vor New York vermutlich von defekter Pumpe ausgelöst

West Warwick - Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Brand in einem Nachtclub im US-Staat Rhode Island ist auf 97 gestiegen. Die Leiche eines weiteren Opfers sei aus den Trümmern des Clubs "The Station" in West Warwick geborgen worden, teilte Gouverneur Donald Carcieri am Sonntag mit. Er hoffe, dass nun keine weiteren Leichen mehr geborgen würden, nachdem Rettungskräfte die Unglücksstelle durchsucht hätten. Insgesamt seien bis zum Abend 42 der Toten zweifelsfrei identifiziert worden.

Ein Feuerwerk hatte in der Nacht zum Freitag während eines Rockkonzerts der Gruppe Great White die Katastrophe ausgelöst. Die Bandmitglieder und die Anwälte der Nachtclub-Betreiber wiesen sich gegenseitig die Schuld zu. Die meisten Opfer waren nach Angaben der Feuerwehr verbrannt oder Rauchvergiftungen erlegen. Andere Besucher wurden zu Tode getrampelt. Rund zweihundert Menschen erlitten zum Teil schwerste Brandverletzungen.

Flugverbotszone

Bewegende Szenen haben sich am Sonntag an den Trümmern des Musikclubs abgespielt, als Angehörige erstmals die Stätte des flammenden Infernos besuchen durften. Mehrere Personen wurden von den Emotionen überwältigt, sagte der Gouverneur. Zum Schutz der Privatsphäre der Trauernden ordnete der Gouverneur zeitweilig eine Flugverbotszone von acht Kilometern im Umkreis des Brandorts an.

"Das Leid, das sie durchmachen, führt zu den zu erwartenden Fragen: Warum ist das passiert? Musste es dazu kommen? Was hat es verursacht? Gibt es Personen, die es verursacht haben?" sagte Carcieri, der mehrmals mit Angehörigen zusammentraf. "Wir stellen alle dieselben Fragen." (APA/AFP/AP)

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