Tirol: Feuerwehrmann als Brandstifter unterwegs

28. August 2008, 16:31
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17-Jähriger hatte zwei Großbrände gelegt

Innsbruck - Die Tiroler Polizei hat zwei Großbrände, die im August im Bezirk Kufstein für Aufsehen gesorgt hatten, geklärt. Als mutmaßlicher Brandstifter wurde ein 17-Jähriger ausgeforscht, der als Feuerwehrmann selbst an der Brandbekämpfung teilgenommen hatte. Ein Motiv für das Feuerlegen konnte er nicht angeben. Der Tiroler wurde in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert.

In der Nacht zum 8. August war im dicht verbauten Ortskern von Walchsee im landwirtschaftlichen Anwesens "Karrerhof" ein Heustock angezündet worden. Die Bewohner konnten von dem 17-Jährigen rechtzeitig geweckt werden, zwei Personen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Der 17-Jährige alarmierte auch seine Feuerwehrkameraden und half beim Löschen.

Gebäude vollkommen niedergebrannt

Am 21. August wurde - ebenfalls in Walchsee - der "Lippenhof" angezündet. Das Wirtschaftsgebäude brannte vollkommen nieder. Das angebaute Wohnhaus wurde so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es nicht mehr bewohnbar ist. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen dort auf etwa 500.000 Euro. Verletzt wurde niemand, das Vieh konnte rechtzeitig geborgen werden.

Bei der Brandlegung im "Lippenhof" verließ der Tatverdächtige den Hof. Er kehrte erst im Zuge des Löscheinsatzes als Feuerwehrmann zurück.

Bei den Einvernahmen habe er schließlich ein Geständnis abgelegt. Ein klares Motiv für die Brandlegungen habe er nicht angegeben, berichtete die Polizei. (APA)

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