Uni-Dienstrecht: Broukal fordert rasche Umsetzung des neuen KV

26. August 2008, 12:44
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Hahn und Molterer müssen Unis Ersatz der zusätzlichen Kosten zusagen - "ÖVP will gar nicht, dass an den Unis gute Arbeitsbedingungen herrschen"

Wien - Der scheidende SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal bekommt durch die mögliche Chance auf Abschaffung der Studiengebühren noch einmal Auftrieb am Ende seiner Polit-Karriere. Wohl auch deshalb bekräftigte er am Dienstag die SPÖ-Forderung, den neuen Kollektivvertrag, der bereits seit langem ausverhandelt ist, noch rasch umzusetzen. Seit Jahren müssten die Universitäten mit einer Art "Not-Dienstrecht" leben, das für junge WissenschafterInnen keinerlei Chancen biete und sie auf befristete Jobs mit Wiederholungsverbot verweise. "Wissenschaftsminister Hahn muss endlich dem neuen KV für die Uni zustimmen. Und er muss Finanzminister Molterer dazu bringen, dass die Unis die zusätzlichen Kosten, die durch ein besseres Dienstrecht entstehen, ersetzt bekommen", so Broukal.

Junge Forscher würden auswandern

Broukal kritisiert das schlechte Dienstrecht, das es seit 2002 durch Schwarz-Blau gebe würde.  Es führe dazu, dass es etwa auf der Med-Uni kaum mehr inländische Bewerber für Nachwuchsstellen gebe und das gute junge Forscher ins Ausland abwandern. "Seit zwei Jahren verzögert die ÖVP ein neues Dienstrecht. Man hat den Eindruck, die ÖVP will gar nicht, dass an den Unis gute Arbeitsbedingungen herrschen", kritisiert der SPÖ-Abgeordnete. "Und jetzt lässt Hahn ein weiteres Jahr verstreichen, es wird weiter blockiert." Mit 1. Jänner 2009 müsse nun endlich der neue Kollektivvertrag in Kraft treten; und die Unis müssen die Zusatzkosten dafür ersetzt bekommen. "Die SPÖ ist dazu bereit", sagt Broukal. (red/derStandard.at, 26.8.2008)

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