Noch schnell Chefs für die FFG

24. August 2008, 18:58
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Die Verträge für das Geschäftsführer-Duo in der Forschungsförderungsgesellschaft sollen vorzeitig verlängert werden

Alpbach/Wien - Pläne über eine kleine, aber feine Postenbesetzung machten bei den Alpbacher Technologiegesprächen die Runde: Wirtschafts- und Infrastrukturministerium planten, so die frohe Kunde, die Geschäftsführerverträge für die Forschungsförderungsgesellschaft FFG noch vor der Wahl am 28. September auszuschreiben.

Akkordiert sei zwischen den beiden ministeriellen FFG-Hälfteeigentümern darüber hinaus, dass die 2009 auslaufenden Geschäftsführerverträge von Henrietta Egerth-Stadlhuber und Klaus Pseiner um mindestens drei, im Idealfall aber gleich um fünf Jahre verlängert werden sollen.

Die taktische Überlegung hinter der frühen Ausschreibung: Es soll nicht nur zeitgerecht eine ordnungsgemäße Übergabe an der Spitze der auf Vergabe von Millionenförderungen für die angewandte und betriebliche Forschungsförderung spezialisierten FFG sichergestellt werden, sondern vor allem der schwarz-rote Einfluss auf die staatliche Förderagentur. Die frühe Ausschreibung würde zudem eine Besetzung noch vor der Regierungsbildung ermöglichen, so das großkoalitionäre Postenbesetzungskalkül, das Forschungsstaatssekretärin Christa Kranzl in Abrede stellt. Das sei nicht geplant und daher keineswegs fix.

Inhaltlich haben sich die beiden 2004 unter Schwarz-Blau installierten FFG-Chefs keine groben Schnitzer erlaubt. Als visionär und eigenständig gelten die ehemalige Kabinettsmitarbeiterin von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und der ehemalige Leiter der Austrian Space Agency (ASA; wurde mit Forschungsfonds FFF, Technologie Impulse Gesellschaft TIG und dem Büro für internationale Forschungskooperationen fusioniert, Anm.) freilich auch nicht. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.8.2008)

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