Blair bei Berlusconi: Ball liegt bei Saddam

21. Februar 2003, 17:09
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Britischer Premierminister: "Krieg nicht zu vermeiden, wenn Hussein nicht den Weg der friedlichen Abrüstung wählt"

Rom - Der britische Premierminister Tony Blair hat eine friedliche Lösung des Irak-Konflikts erneut vom Verhalten Saddam Husseins abhängig gemacht. Nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi am Freitag in Rom sagte Blair: "Wir hoffen sogar zu diesem kritischen Zeitpunkt noch, dass sich diese Frage friedlich und ohne Konflikt lösen lässt." Aber letztlich könne er "Krieg nicht vermeiden, wenn Saddam nicht den Weg der friedlichen Abrüstung wählt".

Am Samstag will Blair Papst Johannes Paul II. im Vatikan treffen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche hatte sich mehrfach gegen einen Irak-Krieg ausgesprochen. "Ich kenne die Ansichten des Papstes natürlich sehr genau", sagte Blair. "Lassen Sie mich eines klarstellen: Wir wollen keinen Krieg, niemand will Krieg."

Berlusconi hatte sich am Mittwoch in einer Regierungserklärung erneut hinter die Irak-Politik der USA und Großbritanniens gestellt, die Beteiligung italienischer Truppen an einem möglichen Krieg aber ausgeschlossen. Gleichzeitig kündigte er an, Italien arbeite an Plänen zur friedlichen Beilegung der Krise. Medienberichten zufolge sieht einer der Pläne auch vor, den irakischen Präsidenten zum Gang ins Exil zu bewegen. (APA/AP)

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    Bestes Einverständnis zwischen Blair und Berlusconi

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