Uhus kommunizieren mit Kot und Beutetieren

20. August 2008, 02:00
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Seinem charakteristischen Schrei verdankt der Uhu seinen Namen - übrigens auch seinen lateinischen (Bubo bubo). Dachte man bisher, dass die größten Eulen Europas vor allem akustisch kommunizieren, weisen nun spanische Forscher auf eine andere Form der innerartlichen Mitteilung hin: die mit Kot und Beutetieren.

Wie María del Mar Delgado und Kollegen im Online-Journal PLoS ONE berichten, markieren die Raubvögel auf diese Weise nämlich die Umgebung ihres Nestes - und zwar vor allem in der Zeit, in der die Weibchen brüten oder die Jungen einen besonderen Schutz benötigen. Wie wichtig die Signale sind, zeigte sich, als die Forscher die Kotspuren entfernten oder überdeckten. Schon am nächsten Morgen war an exakt denselben Stellen wieder Kommunikationskot platziert worden. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 20.8.2008)

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