US-Gericht bestätigt Copyright bei Open-Source-Software

19. August 2008, 11:39
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Bei Missbrauch ist Klage möglich

Ein Bundesgericht der USA hat die Gültigkeit des Urheberrechts auch für Open-Source-Software bestätigt. Software-Entwickler, die den Code ihrer Programme für die allgemeine Nutzung freigeben, können demnach gegen einen Missbrauch ihrer Arbeit klagen. Werden freie Programme von anderen weiterverwendet, dann müssen diese den ursprünglichen Autor nennen und Änderungen und Weiterentwicklungen unter Umständen ebenfalls der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Wirtschaftliche Überlegungen

In dem vorliegenden Fall, in dem das Berufungsgericht in Washington entscheiden musste, ging es um ein Programm zur Steuerung von Modelleisenbahnen. Die Vorinstanz, das Bezirksgericht in San Francisco, hatte die Klage wegen Verletzung des Urheberrechts für unzulässig erklärt. Das Bundesgericht aber urteilte, dass der Umstand, dass für Lizenzen von Open-Source-Programmen kein Geld verlangt werde, nicht automatisch bedeute, dass es dabei keine wirtschaftlichen Überlegungen gebe. Nun muss das Bezirksgericht in San Francisco erneut über die Klage verhandeln. (APA/AP)

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