Taiwan: Microsoft soll zum Verkauf von Windows XP gezwungen werden

18. August 2008, 14:54
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Wettbewerbsbehörde hat Verfahren wegen Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung eingeleitet - Teures Vista "nicht zumutbar"

In der Geschichte der Software gibt es wohl zahlreiche Beispiele von Software, bei der die UserInnen sich wünschen würden, dass dieses nie auf den Markt gekommen wäre. Mit einer etwas anderen Situation sieht sich Microsoft nun in Taiwan konfrontiert: Das Unternehmen soll nun dazu gezwungen werden den mit 30. Juni offiziell beendeten Verkauf von Windows XP wieder aufzunehmen.

Beschwerde

Hinter diesem Ansinnen steht die Consumers Foundation, die bei der Wettbewerbsbehörde des Landes Beschwerde gegen Microsoft eingereicht hat. In dieser beklagt man die "Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung" von Seiten Microsofts, die eigene Marktmacht benutze der Konzern um die KonsumentInnen auf das ungeliebte Windows Vista zu zwingen.

Umfrage

Eine Einschätzung, die man mit Zahlen untermauert: So hätten Untersuchungen der Consumers Foundation ergeben, dass nicht weniger als 61 Prozent der BenutzerInnen die mangelnde Wahlfreiheit im Betriebssystembereich beklagen. 67 Prozent der Befragen kritisieren außerdem das Verkaufsende von Windows XP, immer noch 56 Prozent wünschen sich demnach eine Downgrade-Möglichkeit für neue Rechner. Eine Option, die es zwar schon jetzt gibt - wenn auch nur mehr einige Monate - allerdings nur für die kostspieligen Ultimate- und Business-Versionen von Vista.

Kostenfrage

Als zentralen Bestandteil der Kritik streicht man heraus, dass Vista ein gutes Stück teurer sei als XP, bis zu 43 Euro mehr verlange das Unternehmen für die einzelnen Ausführungen. Zusatzkosten, die man den KundInnen nicht zumuten könne. (red)

 

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