Mühsamer Umstieg von WKN auf ISIN

21. Februar 2003, 15:55
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Banken bei Neuvergabe von Werpapier-Kennnummern im Zeitplan - Stichtag: 22. April

Wien - Mit 22. April verliert die bisher in Österreich und Deutschland gültige Wertpapier-Kennnummer (WKN) zur Identifizierung von Wertpapieren ihre Gültigkeit, die heimischen Banken stellen mit diesem Datum auf das international gebräuchliche Kennnummernsystem der "International Securities Identification Number" (ISIN) um. "Die Umstellung läuft gut und ist in Plan. Es gibt keine Anzeichen für eine Verschiebung der Umstellung", sagte der für den Umstieg verantwortliche Projektleiter Harald Ebner von der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) zur APA.

Mit der Umstellung soll die weltweite Identifikation heimischer Wertpapiere und der grenzüberschreitende Handel deutlich vereinfacht werden. Die ISIN ist ein zwölfstelliger alphanumerischer Code, der aus einem zweistelligen internationalen Länderkürzel wie etwa "AT" für Österreich, einer neunstelligen national vergegebenen Kennnummer und einer einstelligen Prüfziffer besteht. Die bisherige Wertpapierkennnummer war eine fünfstellige Kennnummer.

Die OeKB fungiert als Vergabestelle für Wertpapierkennnummern als Koordinator bei der Umstellung auf ISIN. Beim letzten Treffen mit Bankenvertretern habe keine Bank einen Verzug bei der Umstellung angemeldet, so Ebner.

Auch die österreichischen Banken sehen sich gut für den Umstieg gerüstet. Die Umstellung war zwar technisch ein großer Aufwand, so der Raiffeisen Zentralbank-Experte Christian Säckl auf APA-Anfrage, läuft aber plangemäß. "Das Projekt ist 'in line', es wird keine Probleme geben."

Auch die Erste Bank sieht sich bei der Umstellung "locker in der Zeit". Derzeitige Tests laufen gut, hieß es aus dem Institut. Die Umstellung sei allerdings "vom Aufwand her beachtlich gewesen", inklusive der Vorbereitungsarbeiten habe man zwei Jahre an der Umstellung aller interner Systeme und Programme gearbeitet.

Während die Umstellung intern größeren technischen Aufwand verursacht hat, ändert sich für die Wertpapierkunden der Banken wenig. Teilweise wird es nötig sein ISIN-Codes statt WKNs bei Wertpapierkäufen anzugeben. In der Regel kann der Kunde aber das gewünschte Wertpapier leicht über Kurslisten oder Suchfunktionen finden, so der RZB-Experte Säckl.

Bei der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) können Kunden noch bis 22. April beide Kennnummernsysteme parallel verwenden. Ab 22. April gelten dann nur mehr die ISIN-Codes, teilt das Institut mit. Auch die Erste Bank bietet ihren Wertpapierkunden eine Zeit lang die Möglichkeit beide Systeme parallel zu verwenden.

Die OeKB, die bisher für jedes Wertpapier eines heimischen Emittenten neben einer fünfstelligen Wertpapierkennnummer einen ISIN-Code vergeben hat, wird ab 22. April nur mehr ISIN-Codes ausgeben. (APA)

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