Der Teufel sitzt oft im Detail

21. Februar 2003, 13:26
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Internationale Tagung zum Ökologischen Landbau in Wien

Wien - Ökologische Landwirtschaft wirkt sich im Allgemeinen positiv auf die Artenvielfalt aus, schützt den Boden und das Grundwasser. So weit sind sich Wissenschafter einig, allerdings sitzt der Teufel oft im Detail. "Auch bei der ökologischen Landwirtschaft kommt es letztendlich darauf an, wie man es macht", erklärte dazu Ruth Kratochvil vom Institut für Ökologischen Landbau (IfÖL) der Universität für Bodenkultur (Boku). Das Institut organisiert vom 24. bis 26. Februar in Wien eine Internationale Tagung zum Ökologischen Landbau.

Forschung ist daher nicht nur zur Verbesserung der konventionellen Landwirtschaft angesagt. Im Mittelpunkt des Interesses bei der Tagung steht etwa der Bodenabtrag. Generell ist etwa die Erosion bei der ökologischen Landwirtschaft geringer, in Einzelfällen differieren die Daten aber erheblich. Beeinflusst wird die Sache etwa durch die Fruchtfolge, dadurch lässt sich die Situation sowohl in der ökologischen als auch in der konventionellen Landwirtschaft deutlich verbessern.

Düngung

Die Düngung ist mit ein entscheidender Faktor im ökologischen Landbau. Auch wenn kein Kunstdünger eingesetzt wird, kommt es dennoch auf die richtige Dosis an. Zu viel organischer Dünger kann das Grundwasser genauso belasten wie Stickstoffdünger aus der Retorte, zu wenig bedeutet Ertragsminderung.

Außer Frage steht der positive Beitrag der ökologischen Landwirtschaft zum Ausstoß von Treibhausgasen. "Der Einsatz von Importfuttermittel, die weite Wege hinter sich haben, wird weitgehend vermieden, dadurch verbessert sich die Bilanz", so Kratochvil. Aber auch der Verzicht auf Kunstdünger senkt indirekt den Kohlendioxid-Output, da etwa für die Produktion von Stickstoff-Düngern fossile Energieträger eingesetzt werden.

Nicht zuletzt werden beim Symposium neueste, wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Thema Mondphasen und Landwirtschaft präsentiert. (APA)

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