Die Chemie stimmt

18. August 2008, 10:46
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Durchhalten – nur noch bis zum Jahresende - heißt das Motto eines attraktiven Multi-Bonus-Zertifikats der Société Générale

Seit Jahresmitte können Anleger ihre Lust auf „Quickis" ohne ein „Steuer-Aber" ausleben: Da von Gewinnen aus Zertifikaten nun ohnehin pauschal 25 Prozent an den Fiskus wandern, macht eine Mindest-Haltedauer von einem Jahr keinen Sinn mehr. „Durchhalten - nur noch bis zum Jahresende", heißt das Motto eines attraktiven Multi-Bonus-Zertifikats der Société Générale (ISIN DE000SG0DDU7), das sich auf drei Aktien bezieht. Geht die Rechnung auf, wandern schon kurz vor dem Weihnachtsfest 118,00 Euro pro Zertifikat auf das Konto. Bei einem aktuellen Briefkurs von 109,63 Euro entspricht das einer Rendite von 7,63 Prozent bzw. 23,09 Prozent p.a.

Die drei Mitspieler gehören allesamt dem Chemie-/Pharma-Sektor an. Es handelt sich um Merck, Bayer und BASF. Unter besonderer Beobachtung steht dabei die Merck-Aktie: Sie befindet sich am nähsten an der Barriere. Und wie bei Multi-Strukturen üblich richtet sich die Auszahlung am Ende nach der schlechtesten Wertentwicklung, wenn nur einer des Trios den Spielverderber mimt und seinen Puffer aufbraucht. Dieser beträgt bei Merck immer noch 20,10 Prozent. Ende Juli hatten die Darmstädter Zahlen vorgelegt. Karl-Ludwig Kley, Vorsitzende der Geschäftsleitung, sprach zwar von einem soliden Wachstum der Gesamterlöse im zweiten Quartal und sah keinen Grund, die für 2008 angepeilte Prognose nach unten anzupassen. Dennoch fiel die Aktie am Berichtstag auf ein Jahrestief bei 74,44 Euro. Für Gegenwind hatte der starke Euro gesorgt. Aktuell kündigt sich aber gerade hier Entspannung an, was dem gesamten Pharma-Sektor zu Gute kommen sollte.

Mit Freuden aufgenommen wird in der Branche wohl auch der gefallene Ölpreis. Immerhin ist das Geschäft sehr energieintensiv. In den letzten Wochen hatten es dennoch einige Branchenmitglieder geschafft, sich von der Öl-Hausse nicht beeindrucken zu lassen - BASF zum Beispiel. Über die Tochter Wintershall, die Erdöl und -gas produziert, konnte der Chemie-Riese sogar von den Preisanstiegen profitieren. Die Aktie befindet sich 29,45 Prozent von der Schwelle entfernt. Ganze 37,02 Prozent Abstand zur Barriere hat die Bayer-Aktie. In der marktbreiten Abwärtsbewegung im Juni war es zwar auch für sie um rund elf Prozent nach unten gegangen. Doch konnten diese Verluste inzwischen wieder weitgehend wett gemacht werden In Anbetracht der kurzen Restlaufzeit halten wir die Puffer für ausreichend und das Produkt für perfekt geeignet, das Depot kurzfristig mit ein bisschen Chemie aufzupeppen. (Daniela Helemann)

 

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