Tiroler will schottisches Traumhotel samt Geist im Internet verlosen

20. Februar 2003, 12:17
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Teilnehmer sind mit zehn Euro "Unkostenbeitrag" dabei

Auf einem ungewöhnlichen Weg will ein Tiroler Wirtschaftsberater sein schottisches "Traumhotel" an den Mann bringen. Die Immobilie soll per Internet verlost werden.

"Hauseigenes Gespenst"

Das Angebot auf der eigenen Homepage wirkt verlockend: Zu lesen ist von einem "stilvollen" viktorianischen Haus in "atemberaubender" Lage, Panoramablick auf Meer und Inseln, Sonnenuntergänge inklusive. Den künftigen Eigentümer erwarten demnach 17 "liebevoll" gestaltete Zimmer mit stilechten Originalmöbeln, ein "romantischer" Wintergarten, gepflegter Garten, Parkplatz und ein "hauseigenes Gespenst". Das Hotel im Hafenstädchen Oban sei vor drei Jahren vollständig renoviert worden.

Vier Eigentümer

"Die Idee, unser Haus auf diese Weise anzubieten, hat uns wohl das Schlossgespenst eingegeben", erklärte Wolfgang Baldauf, einer der insgesamt vier Miteigentümer, der APA. Den Umstand, warum das Hotel seinen Besitzer wechseln soll, begründete er mit dem "Zeitfaktor" und der örtlichen Distanz. "Keiner von uns will umsatteln und seinen Standort verlegen", meinte Baldauf.

Der neue Besitzer soll in einem originellen Spiel mit "ausgezeichneter" Gewinnchance ermittelt werden. Zuerst müssen drei Gewinnfragen beantwortet werden, dann können beliebig viele symbolische Turmschindeln reserviert werden. Pro Reservierung muss ein "Unkostenbeitrag" von zehn Euro bezahlt werden.

Live-Verlosung im Internet

Diese Turmschindeln - so wird versprochen - nehmen schließlich am 13. Mai an einer Live-Verlosung im Internet teil. 20 weiteren Teilnehmern wir jeweils ein einwöchiger Aufenthalt für zwei Personen in Aussicht gestellt. Insgesamt 350.000 Turmschindeln sind spielberechtigt. "Wir haben Interessenten aus aller Welt von Neuseeland bis Südkorea", sagte Baldauf. Vorerst seien 73.000 Schindeln reserviert worden.

"Mit Sicherheit keinen Haken"

"Der neue Eigentümer gewinnt nicht nur das Schlosshotel sondern eine Geschäftsgrundlage", betonte der Wirtschaftsberater. Das Haus werfe Gewinne ab, zudem würden die kompletten Steuern übernommen. "Die Sache hat mit Sicherheit keinen Haken, wir hätten das Ganze natürlich auch auf herkömmlichem Weg machen können", meinte Baldauf. Aber es mache Spaß. 2,7 Millionen Euro seien inzwischen auch von einer Investorengruppe angeboten worden. "Wenn wir das vorher gewusst hätten, dann hätten wir uns den Aufwand gespart".(APA)

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