Formen von Hirnschäden

11. August 2008, 11:27
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Je nach Schwere der Hirnverletzung werden auch die Formen der Bewusstseinsbeeinträchtigung medizinisch eingeteilt

Koma ist durch Nichterweckbarkeit gekennzeichnet. Es gibt zwei Hauptursachen für ein Koma: einen beidseitigen, diffusen Schaden der Hirnrinde bzw. der weißen Substanz oder Hirnstammschädigungen.

Vegetativer Status (VS), auch Wachkoma oder apallisches Syndrom genannt, ist ein Zustand, in dem Patienten zwar aus dem Koma aufwachen - das heißt: sie öffnen spontan oder unter Stimulation ihre Augen -, aber die Umwelt nicht wahrnehmen und nur Reflexantworten zeigen.

Patienten im minimalen Bewusstseinsstatus (MCS) wiederum zeigen begrenzte, aber klar erkennbare Zeichen der Wahrnehmung von sich oder ihrer Umgebung auf einer mehr oder weniger reproduzierbaren Basis.

Locked-in-Syndrom (Pseudokoma) beschreibt Patienten, die erweckbar und wach sind, aber nur noch Augenbewegungen ausführen können. Sie besitzen die volle Wahrnehmung, können jedoch aufgrund einer Lähmung nicht sprechen und sich nur mit Zeichen bemerkbar machen. Ursache ist eine Schädigung des Hirnstamms.

Hirntod bedeutet menschlicher Tod, das Großhirn und der Hirnstamm zeigen keine Funktion mehr. Festgestellt wird er anhand neurologischer Kriterien wie einem Verlust der Hirnstammreflexe und dauerhaftem Atemstillstand. (sms)

 

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