Sachertorten via Lech nach Moskau

8. August 2008, 19:02
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Am 1. Dezember soll Oleg Deripaskas Hotel am Arlberg eröffnet werden, der Oligarch setzt dabei auf Wiener Charme

Lech/Wien - Noch wird in Oleg Deripaskas Lecher Hotel gehämmert, dass es den Nachbarn keine Freude ist, doch bereits am 1. Dezember soll das Luxushaus (Zimmerpreise bis 7900 Euro) eröffnet werden. Beim Management setzt der russische Oligarch auf Wiener Charme. In Kürze wird er mit der Sacher Hotels Betriebsges.m.b.H einen Managementvertrag abschließen, berichtet Elisabeth Gürtler. "Hotel Aurelio managed by Sacher" wird das Lecher Etablissement dann heißen.

Die Marke Sacher wird nicht wie andernorts als Café oder Sacherecke vertreten sein, sondern als "Luxury Hot Chocolate Ceremonies" in den beiden Spas. Bei der Inneneinrichtung des Hotels, die im Gegensatz zum biederen Äußeren stylish sein wird, habe man nicht mehr mitreden können, bedauert Gürtler, bei der Gestaltung der Spas aber schon. "Hier hatten wir einige Änderungswünsche" , sagt die Hotelmanagerin. So musste zur Überraschung der Handwerker eine erst errichtete Wand wieder eingerissen werden.

Zum Lech-Engagement kam Sacher auf Vermittlung von Magna-Chef Siegfried Wolf, der in Lech ein Ferienhaus besitzt. Elisabeth Gürtler erhofft sich über die Deripaska-Kontakte den Markteintritt mit ihren Torten in Russland. "Anfragen hatte ich schon viele, gefehlt hat aber bisher ein geeigneter Partner." Deripaska sei ihr von Wolf und Haselsteiner jedenfalls als "ehrenwerter Partner" beschrieben worden, sagt Gürtler. (Jutta Berger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.8.2008)

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