Deutsche Produktion unerwartet schwach

7. August 2008, 12:52
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Die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes stellten preis- und saisonbereinigt 0,2 Prozent mehr her als im Mai

Berlin  - Die Produktion in Deutschland ist im Juni unerwartet schwach gestiegen. Die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes stellten preis- und saisonbereinigt 0,2 Prozent mehr her als im Mai, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Donnerstag auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,8 Prozent gerechnet. Im Mai war die Produktion noch um revidiert 1,8 Prozent gesunken.

In der Tendenz zeige sich die Erzeugung weiter rückläufig, erklärte das Ministerium. "Angesichts der insbesondere im Bereich der Industrie anhaltenden Nachfrageschwäche zeichnet sich dabei auch für die kommenden Monate keine Belebung der Industrieproduktion ab." Zuletzt waren die Aufträge sieben Monate in Folge zurückgegangen und hatten Ängste vor einem kräftigen Abschwung geschürt.

Im zweiten Quartal ging die Produktion um 1,7 Prozent zurück, im Mai und Juni zusammen lag das Minus bei 1,8 Prozent verglichen mit den Monaten März und April. Dabei schwächte sich die Erzeugung im Bauhauptgewerbe mit 0,5 Prozent in diesem Zeitraum deutlich geringer ab als in der Industrie, wo der Rückgang bei 1,8 Prozent lag. Allerdings hatte der Bau vom milden Winter profitiert, im Juni ging die Produktion hier um 2,1 Prozent zurück.

Die Industrie steigerte dagegen im Juni ihren Ausstoß um 0,5 Prozent. Lediglich die Hersteller von Chemiefasern, Metallerzeugnissen und anderen Vorleistungsgütern verzeichneten hier ein Minus von 0,6 Prozent. Investitions- und Konsumgüterproduzenten meldeten dagegen Zuwächse von 1,4 beziehungsweise einem Prozent. (APA/Reuters)

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