"Österreich" wird im Herbst erstmals in der Media-Analyse ausgewiesen

6. August 2008, 13:46
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Vorstand einigte sich auf Ausweisung im "rollierenden Bericht" - Fellners Medien Radar wird eingestellt

Zwei Jahre nach ihrem Stapellauf wird die Tageszeitung "Österreich" nun offiziell in der österreichischen Media-Analyse (MA) ausgewiesen. Wolfgang Fellners Zeitung entspreche mittlerweile den MA-Kriterien, beschied der Vereinsvorstand am Dienstag. Das bestätigte MA-Geschäftsführerin Petra Roschitz.

"Österreich" ist zwar bereits seit Juli 2007 MA-Mitglied, wurde bisher aber nicht ausgewiesen, nachdem das Blatt im Dezember und Jänner mit einem Werbefolder gegen die MA-Regeln verstoßen hatte. Zuvor musste Fellner eine Angleichung zwischen Verkaufs- und Gratisausgabe durchführen - das sei gelungen, so Roschitz.

MA-Daten über die Reichweite der Tageszeitung sollen der werbetreibenden Wirtschaft erstmals im September unterbreitet werden, und zwar im Rahmen eines rollierenden Berichts. Der basiert auf den Daten des 2. Halbjahres 2007 und des 1. Halbjahres 2008.

Zekert: Vernunft habe sich durchgesetzt

"Österreich"-Geschäftsführer Wolfgang Zekert begrüßte die Entscheidung. "Sehr zu unserer Freude hat sich nun allseits die Vernunft durchgesetzt, und auch die wichtigste Informationsquelle der Werbewirtschaft stellt das Allgemeininteresse der Branche vor die Interessen einzelner Mitglieder." Im Herbst gebe es damit neben einer "kompletten" Österreichischen Auflagenkontrolle (ÖAK) auch eine "komplette" MA "und damit alle Planungsunterlagen für die Branche, den Herbst auch zu einem guten Werbeherbst zu machen", so Zekert.

Fellner hatte aufgrund der Nichtausweisung in der MA zunächst sein eigenes Kontroll- und Erhebungstool ins Leben gerufen, das sogenannte Medien Radar. Diese Untersuchung will "Österreich" nicht fortsetzen: "Die Daten liegen aufgrund derselben Methodik so nahe am 'Original', dass wir die 'Kopie' nicht mehr benötigen", erläuterte Zekert. (APA)

 

 

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