Wieder heftige Gefechte im Süden

5. August 2008, 10:52
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16 Taliban-Kämpfer tot - Fünf Polizisten zum Teil schwer verletzt

Kandahar/Neu-Delhi - Bei zwei Feuergefechten in Südafghanistan sind nach Behördenangaben 16 Taliban-Kämpfer getötet und fünf Polizisten verletzt worden. In der Provinz Uruzgan erschossen afghanische und ausländische Soldaten demnach elf Extremisten, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Fünf Polizisten wurden dabei am Montag in der Nähe der Provinzhauptstadt Tirin Kot verletzt, zwei von ihnen schwer.

In der benachbarten Provinz Kandahar griffen Taliban-Kämpfer ebenfalls am Montag eine Polizeipatrouille im Verwaltungsbezirk Panjwayi an. Die Polizisten schossen zurück und töteten laut Polizeiangaben fünf der Angreifer. Der Süden von Afghanistan steht im Mittelpunkt des von den Taliban angeführten Aufstands, der allein in diesem Jahr schon mehr als 2.700 Menschen das Leben gekostet hat.

Taliban-Offensive seit Jahresbeginn

Die Taliban, deren fundamentalistisches Regime durch die US-geführte Intervention 2001 entmachtet worden waren, haben ihre Offensiven gegen die pro-westliche Regierung des Präsidenten Hamid Karzai und die ausländischen Truppen seit Jahresbeginn massiv verstärkt. Seit Jahresbeginn sind in Afghanistan 150 ausländische Soldaten getötet worden. Erst am Freitag starben sechs Soldaten der NATO-geführten internationalen Schutztruppe ISAF bei einem Bombenanschlag im Osten des Landes.

Vier Wochen nach dem Anschlag auf die indische Botschaft in Kabul hat die Regierung in Neu-Delhi die Aufstockung ihrer Afghanistan-Hilfe um fast eine halbe Milliarde Dollar angekündigt. Der tödliche Anschlag auf die Botschaft Anfang Juli "war ein Angriff auf die Freundschaft zwischen Indien und Afghanistan", sagte der indische Premierminister Manmohan Singh nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai am Montag in Neu-Delhi. "Wir werden ihn (den Terrorismus) vereint und mit voller Entschlossenheit bekämpfen." Indien und Afghanistan hatten Pakistan für den Anschlag mitverantwortlich gemacht. (APA/AP/dpa)

 

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