Stadtteil: Blinkende Bitte um Aufschub

29. Juli 2008, 17:56
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In die Radwegkreuzung in der Margaretenstraße eingelassene "Lane-Lights" - Verkehrsstadtrat Schicker traut Studien mehr als Bürgerempirie

"Dass sich alle Bürger so einig sind", meint Susanne Reichard, VP-Bezirksvorsteherin des vierten Wiener Gemeindebezirkes, "habe ich in sieben Jahren im Amt noch nie erlebt." DER STANDARD hatte berichtet: Im April attestierte eine Studie den in eine Radwegkreuzung in der Margaretenstraße eingelassenen Blinklichtern ("Lane-Lights") Nutzlosigkeit. "Aber mir sagen alle - auch die Autofahrer - dass die Lane-Lights mehr Sicherheit bringen." Verkehrsstadtrat Rudi Schicker (SP) traut aber Studien mehr als der Bürgerempirie: Die Lampen sollen weg. Reichards Bitten, darüber doch noch zu reden, wurden "nie wirklich beantwortet." Bis die Vorsteherin unlängst erfuhr, dass die Demontage fix sei - aus der Kronen Zeitung. "Das fand ich ein wenig seltsam."


Schickers Sprecherin bestätigt auf STANDARD-Anfrage die Entscheidung. Die "Lane-Lights" könnten aber bleiben, bis hier das nächste Mal aufgegraben werde. Aber noch eine Studie "wird es nicht geben".

Reichard widerspricht: "Die TU-Wien plant eine Studie. Man sucht gerade einen Standort in einem Bundesland. Das hat sich zu Schicker aber wohl nicht durchgesprochen."


Der Bezirk hofft nun auf einen Abbauaufschub: Die nächsten Straßenarbeiten an der Kreuzung beginnen nämlich schon Ende August. (rott, DER STANDARD - Printausgabe, 30. Juli 2008)

  • Vom Volk geschätzt, laut Studie nutzlos: "Lane-Lights".
    foto: standard/regine hendrich

    Vom Volk geschätzt, laut Studie nutzlos: "Lane-Lights".

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