Dicke Pullover statt warmer Wohnung

29. Juli 2008, 14:20
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Der Berliner SP-Finanz­senator Sarrazin hat einen innovativen Vorschlag zum Kampf gegen die steigenden Öl- und Gaspreise: Weniger heizen und dicke Pullover anziehen

Düsseldorf - Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) rät Verbrauchern wegen der steigenden Energiepreise, die Heizung in ihrer Wohnung zu drosseln und "dicke Pullover" anzuziehen. Die einzig wirksame Maßnahme gegen den drastischen Preisanstieg bei Öl und Gas sei Energie sparen, sagte Sarrazin der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können." Es sei ein "erwünschter Effekt", dass die hohen Preise die Nachfrage drückten.

Einen Sozialtarif für Bedürftige - wie von Deutschlands Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD), Gewerkschaften und Sozialverbänden gefordert - lehnte Sarrazin ab. "Empfängern von Arbeitslosengeld II werden die Heizkosten erstattet. Darüber hinaus sehe ich keinen Handlungsbedarf."

Sarrazin ist für seine streitbaren Äußerungen bekannt. Im Februar hatte er einen Drei-Tages-Speiseplan vorgestellt, mit dem sich Hartz-IV-Empfänger schon für 3,76 am Tag "völlig gesund, wertstoffreich und vollständig ernähren" und sogar noch etwas sparen könnten. (APA/AFP)

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    Im Kampf gegen steigende Energiekosten hat der Berliner Finanzsenator Sarrazin eine neue Idee: Vielleicht kann man ja mit "dicken Pullovern" auch bei einer Zimmertemperatur von 15 oder 16 Grad "vernünftig leben".

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