Meinl Airports: Kucian, Römer, Schwägler gehen

27. Juli 2008, 19:19
8 Postings

Bevor am Montag in den Hauptversammlungen von Meinl International Power und Meinl Airports International über die Zukunft entschieden wird, versuchte MAI versöhnliche Zeichen zu setzen

Wien - Bevor am Montag in den Hauptversammlungen von Meinl International Power (MIP) und Meinl Airports International (MAI) über die Zukunft der Unternehmen entschieden wird, versuchte MAI versöhnliche Zeichen zu setzten. Am Sonntag bekräftigte MAI, dass das Direktorentrio Georg Kucian, Karel Römer und Heinrich Schwägler (sie gelten als Meinl-nahe) nach der Hauptversammlung zurücktritt. Der Vertrag mit der Managementgesellschaft Meinl Airports Managers Ltd. (MAM) wurde geändert und auf der MAI-Homepage veröffentlicht. Außerdem gebe es eine Option, für 30 bis 35 Mio. Euro die Verträge mit der Meinl Bank zu lösen.

Da beide Aktionärstreffen am gleichen Tag beinahe zeitgleich aber in Wien und Jersey stattfinden, müssen sich die Kandidaten, die von den rebellischen Aktionären zur Wahl in das Gremium von MIP und MAI nominiert wurden, aufteilen. Fred Duswald, Björn Pirrwitz und George Baird werden in Jersey anwesend sein. Hans-Peter Dohr, Wilfried Hassler, Wolfgang Vilsmeier, David Lewis Pascall und Richard Boléat werden sich den MIP-Anlegern in Wien vorstellen. Alle Kandidaten wurden von der Finanzbehörde in Jersey durch einen "Fit and proper"-Test anerkannt.

VKI startet mit Musterklagen

Im Zusammenhang mit dem Kursabsturz bei Meinl European Land (MEL) bringt der Verein für Konsumenteninformation (VKI) Musterklagen gegen Anlageberater ein. Sozial- und Konsumentenschutzminister Erwin Buchinger kündigte im Ö1-Morgenjournal an, dass 20 Fälle klagsreif seien, die ersten drei bis vier Klagen sollen "in den nächsten Tagen und Wochen" erfolgen. Dabei geht es um Schadensfälle zwischen 2000 und 50.000 Euro.

Geklagt werden sollen Vermittler, die Anlegern die MEL-Papiere nahegelegt haben, das Produkt als "sicher" bezeichnet und mit Sparbüchern verglichen haben sollen. Als Erstes soll am Montag eine Klage gegen die Euro-Finanz-Service AG eingebracht werden. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.8.2008)

 

Share if you care.