Ex-ABB-Prokurist Söllinger soll ÖBB-Finanzchef werden

19. Februar 2003, 11:40
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Offiziell noch drei Kandidaten im Rennen - Endgültige Entscheidung bis Ende des Monats erwartet

Wien - Erich Söllinger (39), früherer Prokurist bei ABB Zentral- und Osteuropa, soll neuer ÖBB-Finanzchef werden. Die endgültige Entscheidung fällt zwar erst voraussichtlich am 27. Februar. Der Aufsichtsrat soll sich aber bereits für Söllinger entschieden haben, erfuhr die APA am Mittwoch aus Unternehmenskreisen.

Offiziell sind noch drei Kandidaten im Rennen, neben Söllinger dem Vernehmen nach auch der zuletzt als Favorit gehandelte Martin Lenz, Ex-Chef des Faser-Erzeugers Lenzing und derzeit Vorstand bei Vogel & Noot, sowie Gerüchten zufolge als Dritter Gerhard Leitner von der ÖBB-Finanzabteilung.

Hearing noch ausständig

Ein abschließendes Hearing im Präsidium des Aufsichtsrates ist noch ausständig. Am Donnerstag tagt der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Er soll sich jedoch offiziell nicht mit der Frage des Finanzvorstands befassen.

Insgesamt hatten sich 50 Kandidaten um den Posten beworben. Nicht in die engere Wahl gekommen ist wie berichtet unter anderem Ex-Wirtschaftsminister und Ex-ÖIAG-Vorstand Johannes Ditz, der ebenfalls auf der Bewerberliste gestanden war. Auch nicht mehr im Rennen ist offenbar der bisherige ÖBB-Finanzleiter Alfred Lutschinger, der zuletzt mit einer Ankündigung aufhorchen hatte lassen, wonach die ÖBB bis 2006 insgesamt 7.000 Mitarbeiter abbauen wollen.

Keine Stellungnahme

Weder die ÖBB, noch das Verkehrsministerium wollten am Mittwoch zur Bestellung des Finanzvorstands Stellung nehmen. Beide verwiesen auf das laufende Ausschreibungsverfahren.

Aus der Eisenbahnergewerkschaft hieß es lediglich: Egal, wen der Aufsichtsrat nominieren werde, die Belegschaftsvertretung werde der Bestellung nicht zustimmen. Aus Kostengründen und angesichts des geplanten Personalabbaus sei die Bestellung eines vierten Vorstands nicht vertretbar, meint die Gewerkschaft.(APA)

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