Förderung für Fernwärme und Fernkälte beschlossen

11. Juli 2008, 11:46
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Vorhandene Wärme aus Abfallverbrennungen oder Industrie wird für Heizzwecke weiterverwendet - Im Sommer lässt sich die Wärme in Kälte umwandeln

Am Donnerstag wurde im Nationalrat das Wärme- und Kälteleitungsausbaugesetz beschlossen. 60 Millionen Euro Förderungen sollen den verstärkten Ausbau von Fernwärme und Fernkälte ermöglichen. Die CO2-Emissionen könnten damit um bis zu 3 Millionen Tonnen reduziert werden. Das ist ein sehr wichtiger Beitrag zum Klimaschutz", freut sich Dir. Dipl.-Ing. Gerhard Fida, stellvertretender Obmann des Fachverbands Gas Wärme.

Rasch durchführbare Maßnahme

Fernwärme und Fernkälte tragen schon jetzt wesentlich zum Klimaschutz bei. Sie zählen zu den kostengünstigsten und raschest durchführbaren Maßnahmen, um die CO2-Emissionen in Österreich zu senken. Mit einer Ausbauinvestition von 20 bis 40 Euro für Fernwärme können eine Tonne des klimaschädlichen Kohlendioxids eingespart werden, errechnete die AK. Im Gegensatz dazu koste die Einsparung einer Tonne Kohlendioxid mit Agro-Diesel 210 Euro, mit Ethanol sogar 860 Euro, auch wenn es in Österreich hergestellt wird.

Recycling-Methode


Die vorhandene Wärme aus Kraftwerken, Abfallverbrennungen oder der Industrie wird dabei für Heizzwecke verwendet. Sie ersetzt damit wertvolle Primärenergie, die sonst extra für Einzelheizungen erzeugt werden muss. Im Sommer lässt sich die Wärme in Kälte umwandeln, die über neue Fernkältenetze verteilt wird. Gerade in Ballungsräumen könnte die Recycling-Methode als umweltfreundliche Alternative viele herkömmliche, stromverbrauchendenund für viele unangenehme Klimaanlagen ersetzten.

 

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