UNO: Familienplanung als Element für Entwicklungspolitik

11. Juli 2008, 18:53
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Kritik von konservativen PolitikerInnen aus den USA: Politik der Familienplanung würde Abtreibung rechtfertigen

New York - Anlässlich des Tages der Weltbevölkerung (11. Juli) hat UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon die Familienplanung als entscheidendes Element für die Entwicklungspolitik hervorgehoben. Familienplanung habe ganz klare Vorteile für das Leben und die Gesundheit von Mutter und Kind, sagte Ban in einer Erklärung, die am Donnerstag in New York verbreitet wurde.

Sterberate senken

"Wir sollten uns auf die Bedeutung von Familienplanung konzentrieren wenn wir die Millennium-Entwicklungsziele erreichen wollen", sagte der UNO-Generalsekretär. Zu den Zielen gehört unter anderem, die Sterberate von Müttern durch bessere Gesundheitsvorsorge zu senken.

"Familienplanung ist essenziell für die Selbstbestimmung der Frauen und die Geschlechtergleichheit. Wenn eine Frau ihre Familie planen kann, kann sie auch den Rest ihres Lebens planen", betonte Thoraya Ahmed Obaid, Geschäftsführende Direktorin des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

Weltbevölkerung am 11. Juli

Derzeit leben über 6,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Rund 140 Länder erkennen den Tag der Weltbevölkerung am 11. Juli an. Konservative PolitikerInnen in den USA kritisieren die Politik der Familienplanung, weil sie ihrer Ansicht nach Abtreibung rechtfertige, wie beispielsweise in China. Deshalb verweigerte US-Präsident George W. Bush vor kurzem zum siebten Mal in Folge den amerikanischen UNFPA-Beitrag von 40 Millionen Dollar (25,3 Millionen Euro). (APA/dpa)

 

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    UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon: Die Familienplanung sei ein entscheidendes Element für die Entwicklungspolitik

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