Die größten Ängste der Kleinen

18. Februar 2003, 21:21
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Umfrage: Auch Kinder fürchten Krieg - Mehr als ein Drittel fühlt sich zu dick - Sehnsucht nach mehr Zeit mit Eltern - Mit Grafik

Wien – Krieg, Aids und die Zerstörung der Umwelt – diese globalen Themen machen auch Kindern die größte Angst. Das ist das Ergebnis einer am Dienstag präsentierten Studie der Österreichischen Kinderfreunde. Befragt wurden 1123 Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 15 Jahren. In der Sparte "persönliche Ängste" führen schlechte Schulnoten.

Angst vor Krieg

Kinder reflektieren sehr wohl über weltpolitische Ereignisse, so die Studienautoren. Mehr als 60 Prozent gaben an, sich vor Krieg zu fürchten. Die Angst vor Aids ist bei Mädchen zwischen 13 und 14 Jahren am größten. 38,3 Prozent aller Kinder befürchten, dass die zunehmende Umweltverschmutzung ihr Leben beeinträchtigen wird. Angst vor Ausländern nannten nur 6,2 Prozent. Generell gilt: Je älter die Kinder werden, desto geringer ist die Furcht.

Zittern vor schlechten Schulnoten

Die Hälfte aller Kinder zittert vor schlechten Schulnoten und nur 13 Prozent aller Jugendlichen fühlen sich im Klassenzimmer wohl. Bemerkenswert: Bereits jedes dritte Kind befürchtet, dass sich die Eltern trennen könnten. 50 Prozent würden gern mehr Zeit mit ihren Eltern verbringen. Als Konsequenz fordern die Kinderfreunde eine umfassende Schulreform sowie die Umsetzung des Rechtes von Kindern auf Familienzusammenführung. (kaf/DER STANDARD; Printausgabe, 19.2.2003)

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    Die Ängste der Kinder (zum Vergrößern anklicken)

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