Noch ein Klonkind im Nebel

17. Februar 2003, 12:24
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Umstrittener Arzt Antinori will von einem in China wissen - "unmöglich", sagen dortige Wissenschafter

Peking - Chinesische Wissenschafter haben keinerlei Hinweise darauf, dass in China ein Klonbaby geboren worden sein könnte. "Das ist unmöglich", reagierte ein Verantwortlicher der Vereinigung für Gentechnik in Peking auf entsprechende Angaben des umstrittenen italienischen Gynäkologen Severino Antinori.

Antinori hatte in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Il Tempo" behauptet, in der Volksrepublik sei "zwischen dem 20. und 22. Jänner" ein geklontes Baby geboren worden. "Davon haben wir nichts gehört", sagte auch ein Sprecher der Akademie der Wissenschaften.

Das Institut für Gentechnik verwies ferner auf die Zusagen der Wissenschaftsakademie und der Regierung, das Klonen von Menschen in China nicht zuzulassen. Der italienische Gynäkologe hatte sich bei seinen Angaben auf eine Ärztin namens "Guang Zhou" in einem Ort "Jenan" bezogen, was ebenfalls Zweifel aufwarf. Guang Zhou heißt eigentlich nur die südchinesische Stadt Kanton. Eine Frau würde so nicht genannt. Auch gibt es nur eine Stadt Jinan in der Provinz Shandong. In den medizinischen Universitäten in Kanton und Jinan war auch nichts von einer Geburt eines Klonbaby bekannt. (APA/dpa)

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