Albanische Untergrundgruppe bekennt sich zu Sprengstoffanschlag in Mazedonien

16. Februar 2003, 14:55
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"Nationalarmee" kündigt weitere Attentate an

Skopje - Die militante Untergruppe "Albanische Nationalarmee" (AKSh) hat sich zu einem Sprengstoffanschlag auf ein Gerichtgebäude in der südwestmazedonischen Stadt Struga bekannt. In einer am Sonntag auf einer AKSh-Internetseite verbreiteten Erklärung kündigte die Organisation zudem weitere Anschläge in Mazedonien (FYROM) an.

"Die Gefängnisse in FYROM sind heute voll mit Albanern, die misshandelt, verstümmelt und unter Druck gesetzt werden, damit sie schweigen und nicht auf ihrem legitimen Recht auf einer Vereinigung mit Albanien bestehen, dessen Teil sie sind", hieß es in der Erklärung.

In der Nacht zum Samstag hatte eine heftige Explosion das Justizgebäude und umliegende Häuser in Struga beschädigt. In Struga hatte die Polizei vor einer Woche den mutmaßlichen Chef der größten Menschenhändlerbande des Balkanlandes festgenommen. Der 40-jährige Dilaver Bojku besitzt mehrere Hotels und Bars, die nach Darstellung der Polizei als Zentren für Menschenhandel und Prostitution dienten. (APA/dpa)

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