Rot-rot-grüne Gespräche in Graz

13. Februar 2003, 19:53
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SP-Ferk fühlt sich KP und Grünen näher

Graz - "Vom Gefühl her bin ich eher bei rot-rot-grün", erklärt der Grazer SP-Stadtrat Walter Ferk, der sich am Donnerstagnachmittag zum ersten Dreier-Gespräch mit Ernest Kaltengger (KPÖ) und Sigi Binder von den Grünen traf. Trotz seiner bescheidenen 25 Prozent bei den Grazer Wahlen, könnte Ferk bei diesem Linksbündnis Bürgermeister werden.

Schwarz-blau verfügt in Graz über keine Mehrheit. Die Verhandlungen mit Wahlsieger Siegfried Nagl (ÖVP) beurteilte Ferk als "schleppend": "Die Konsolidierung der Stadt steht über allem, aber der bisherige Finanzstadtrat Nagl hat noch immer kein vernünftiges Finanzkonzept vorgelegt".

Bei den Grünen, die mit 8,4 Prozent Zünglein an der Waage spielen, gebe es beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs großen inhaltlichen Konsens: mit der 20-Prozent Partei KPÖ beim Forcieren des kommunalen Wohnbaus.

Wer im Bund mit wem verhandelt, sei Ferk egal: "Wir haben unsere Autonomie oft bewiesen." Binder ist "froh, dass sich schwarz-grün hier nicht ausgeht." (cms/DER STANDARD, Printausgabe, 14.2.2003)

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