USA will derzeit keine UNO-Sanktionen gegen Nordkorea

13. Februar 2003, 19:08
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Washington bekräftigt weiterhin Bereitschaft zu diplomatischer Lösung

New York - Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm wollen die USA derzeit keine UNO-Sanktionen gegen Pjöngjang fordern. Das erklärte der stellvertretende amerikanische UNO-Botschafter Richard Williamson am Donnerstag am Sitz der Vereinten Nationen in New York. Präsident George W. Bush strebe nach wie vor eine diplomatische Lösung an, sagte der Diplomat. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hatte am Mittwoch entschieden, den Konflikt vor den Weltsicherheitsrat zu bringen.

Nordkorea betrachtet Sanktionen als Kriegserklärung

Die IAEO setzte damit einen Prozess in Gang, der zur Verhängung wirtschaftlicher und politischer Sanktionen gegen Nordkorea führen könnte. Williamson sagte, die USA würden sich mit den übrigen 14 Mitgliedern des Sicherheitsrats absprechen, wann das Thema auf die Tagesordnung gesetzt werden solle. Auf die Frage von Journalisten nach der Möglichkeit von Sanktionen gegen Nordkorea, sagte er: "Das ist zurzeit kein Thema." Die USA wollten den Streit auf diplomatischem Weg beilegen. Die nordkoreanische Regierung hat wiederholt erklärt, sie betrachte Sanktionen als Kriegserklärung. (APA/AP)

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