Schweiz und EU weitgehend einig über gemeinsame Medienprogramme

13. Februar 2003, 17:25
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Bern erhofft sich bessere Bedingungen für Filmschaffende

Bei den Bilateralen Verhandlungen Schweiz-EU hat sich in Bezug auf die künftige Schweizer Teilnahme an EU-Medienprogrammen eine weitgehende Einigung ergeben. Das teilte die Schweizer Delegation nach einer erneuten Verhandlungsrunde in Brüssel mit. Offen blieben "im wesentlichen technische Punkte, welche für verschiedene Abkommen der Bilateralen II einheitlich gelöst werden sollen". Eine weitgehende Einigung gebe es zudem zur Vereinbarkeit der Schweizer Fernsehgesetzgebung mit dem europäischen Recht, dies vor allem bei der Förderung europäischer Produktionen. Eine nächste Verhandlungsrunde wurde für den 6. März vereinbart.

Die Schweiz erhofft sich von einem Abkommen im Media-Bereich bessere wirtschaftliche Bedingungen für Schweizer Filmschaffende, dies durch mehr schweizerisch-europäische Koproduktionen, Ausbildungsförderung und besseren EU-Marktzugang für Schweizer Produktionen. Die EU fördert mit den Programmen MEDIA Plus und MEDIA Trainig seit 1991 gemeinschaftliche Filmproduktionen sowie die Ausbildung in der Filmindustrie. Die Schweiz war als erster Nicht-EU-Staat schon 1991 dabei. Nach dem Schweizer Nein zum EWR (Europäischer Wirtschafts-Raum) von 1992 hob die EU diese Mitgliedschaft aber auf. (APA/sda)

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