Österreicher sind abergläubischer als sie zugeben

13. Februar 2003, 12:44
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Unter einer Leiter durchzugehen - verdirbt beinahe jedem Zehnten den Tag -jeder Dritte freut sich über ein vierblättriges Kleeblatt

Wien - Auch wenn bei einer Umfrage des Institutes für Grundlagenforschung (IGF/Salzburg) 46 Prozent der Männer und 34 Prozent der Frauen jeglichen Aberglauben weit von sich gewiesen haben, so freut sich gleichzeitig jeder Dritte, wenn er ein vierblättriges Kleeblatt findet, jeder Vierte schüttelt bei einem Kuckuck-Ruf seine Geldbörse und jeder Fünfte erschauert, wenn ihm ein Spiegel zerbricht.

Vorliebe für Sternschnuppen und RAuchfangkehrer

Neben den Kleeblättern haben die Österreicher eine besondere Vorliebe für Sternschnuppen. 39 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer freuen sich über das romantische Himmelszeichen. Dass das Finden eines Hufeisens Glück verspricht, glaubt gleich jeder Vierte. Ebenso viele versprechen sich Erfolg, wenn sie einen Rauchfangkehrer treffen.

Glücksbringer variieren nach Parteizugehörigkeit

Die Vorliebe für einzelne Glücksbringer variiert übrigens auch nach Parteizugehörigkeit: Eine stabile Mehrheit verzeichnet hierbei das Kleeblatt für sich: 41 Prozent der SPÖ- und 39 Prozent der ÖVP-Wähler vermuten hinter der seltenen Pflanze ein günstiges Zeichen. Die Grün-Wähler sind mit 43 Prozent vor allem Sternschnuppenfans, das bodenständige (grüne) Kleeblatt liegt bei ihnen mit 27 Prozent eher abgeschlagen. Bei den FPÖ-Anhängern lässt sich keine klare Präferenz herauslesen - außer dass bereits 48 Prozent jeder Glaube an Zeichen und Wunder vergangen ist.

Unter einer Leiter durchzugehen - verdirbt beinahe jedem Zehnten den Tag

Doch nicht allein an Glück verheißende Zeichen glauben die Österreicher: Ein zerbrochener Spiegel - und gleich jeder Fünfte findet sich mit sieben Jahren Pech ab. Unter einer Leiter durchzugehen, verdirbt beinahe jedem Zehnten den Tag - und wenn eine Tür von selber aufgeht, erstarren fünf Prozent der Österreicher vor Schreck. (APA)

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