Handy-Verbot bei öffentlichen Aufführungen in New York

13. Februar 2003, 09:00
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Bußgeld von 50 Dollar droht

Wer in den Kinos, Theatern oder Konzerthallen von New York sein Handy klingeln lässt, muss künftig mit einem Bußgeld von 50 Dollar (46,6 Euro) rechnen. Gegen den Willen von Bürgermeister Michael Bloomberg beschloss der Stadtrat am Mittwoch mit 38 zu fünf Stimmen, die Benutzung von Mobiltelefonen bei öffentlichen Aufführungen grundsätzlich zu verbieten. Dabei ist es gleichgültig, ob der Betroffene angerufen wird oder von sich aus telefoniert. Ausgenommen sind die Aufführungspausen.

Sport und begründete Notfälle die Ausnahmen

Das Handy-Verbot gilt auch bei öffentlichen Vorlesungen sowie in Bibliotheken, Museen und Kunstgalerien. Sportveranstaltungen sind von dieser Regelung nicht betroffen, auch dürfen in begründeten Notfällen Ausnahmen gemacht werden. Bloomberg kritisierte, dass sich ein solches Gesetz unmöglich umsetzen lasse. Der Vorsitzende des Stadtrats, Gifford Miller, hielt dem entgegen, man müsse gegen das rücksichtslose Telefonieren mit Handys eine Kultur entwickeln müsse, die dann von sich aus die Einhaltung des Gesetzes sicherstelle. Die Regelung tritt binnen 60 Tagen in Kraft.(APA/AP)

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