New Yorker Mafia Prozess: Steven Seagal sagt aus

12. Februar 2003, 10:57
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Anwälte des Paten Gotti halten den Action Star für einen "pathologischen Lügner"

New York - Der amerikanische Schauspieler Steven Seagal (51) ist nach eigenen Angaben von Mitgliedern der Mafia erpresst worden.

Seagal sagte am Dienstag in einem Prozess gegen Peter Gotti und andere Mafiaangehörige in New York aus. Danach sollen ihn Mitglieder der Gambino-Familie im Auftrag seines früheren Geschäftspartners Julius Nasso unter Druck gesetzt haben. Beide hatten sich wegen eines geplatzten Filmgeschäfts zerstritten. Der Produzent hatte daraufhin den Action-Star auf 60 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.

In dem Mafia-Prozess geht es um Betrügereien und illegale Glücksspielgeschäfte. Seagal, der gerade in Thailand einen neuen Film dreht, wurde von der Staatsanwaltschaft als Zeuge für die Anklage vorgeladen. Dem Schauspieler zufolge sollen die Mafiosi versucht haben, mehrere Hunderttausend Dollar zu erpressen. Er habe um sein Leben gefürchtet, gab der in Seide gekleidete Star mit dem charakteristischen Pferdeschwanz an. Die Mafia-Anwälte stellten Seagal als "pathologischen Lügner" dar, berichtete "E!Online".

Seagal fühlt sich auch in Deutschland von der Mafia verfolgt. Im Dezember hatte er eine deutsche Hausbesitzerin auf Schadenersatz in unbekannter Höhe verklagt. Die Frau habe versucht, Geld zu erpressen und soll nach Angaben von Seagals Anwalt Beziehungen zur deutschen Mafia haben. (APA)

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