"Bären" für Kurzfilme verliehen

12. Februar 2003, 09:34
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Gold geht nach Slowenien, Silber nach Argentinien und in die Ukraine

Berlin - Auf den 53. Internationalen Filmfestspielen sind am Dienstagabend in Berlin die ersten Preise vergeben worden: Einen "Goldenen Bären" verlieh die Jury an den slowenischen Kurzfilm "(A)Torzija". Je ein "Silberner Bär" ging an einen argentinischen und einen ukrainischen Film: "En Ausencia" ("In Absentia") thematisiert die Diktatur-Zeit in Argentinien; der Animationsfilm "Straßenbahn 9 fährt" zeigt Gespräche während einer Bahnfahrt.

Die Kurzfilme liefen in diesem Jahr erstmals in einem eigenen Programm auf der Berlinale und hatten eine eigene internationale Jury. "Das hat nach meinem Gefühl sehr gut funktioniert beim Publikum - die Vorführungen waren rappelvoll", sagte Jurymitglied Andreas Dresen.

Dresen, Regisseur des Spielfilms "Halbe Treppe", der 2002 einen "Silbernen Bären" und den Deutschen Filmpreis in Silber erhielt, saß mit einer französischen und einem schwedischen Kollegen in der Jury, die 17 Wettbewerbsfilme bewertete. Die Filme hätten von skurrilen, absurden Ehegeschichten, Trickfilmen bis zu sozialkritischen Werken alles umfasst, sagte Dresen.

Der Antikriegsfilm "(A)Torzija" ("(A)Torsion") von Stefan Arsenijevic spielt zur Zeit der Belagerung Sarajewos zwischen 1992 und 1995, als ein unter der Rollbahn des Flughafens gegrabener Tunnel die einzige Verbindung zur Außenwelt darstellte. (APA)

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