Tollwut wäre einfach auszurotten

10. Februar 2003, 13:49
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Impfstoffe für Hunde sind billiger als für Menschen

Edinburgh - Tollwut könnte mit etwas finanzieller Hilfe leicht und schnell ausgerottet werden, meinen britische Forscher. Geschätzte 50.000 Menschen sterben jährlich an Tollwut, berichtet BBC-Online am Montag. Die meisten der Tollwut-Opfer werden von Hunden gebissen. Sie gelten immer noch als die größten Überträger der Krankheit.

"Die einzige Möglichkeit Tollwut zu verhindern, ist eine globale Massenimpfaktion für Hunde", so Sarah Cleaveland vom Centre for Tropical Veterinary Medicine in Edinburgh. Doch dazu fehle in vielen Staaten das Geld, so die Wissenschaftlerin. Einen weiteren Vorteil bringe die Massenimpfaktion für Hunde auch noch: Sie ist um ein Vielfaches billiger, als die Behandlung der gebissenen Menschen. Cleaveland zeigt sich überzeugt davon, dass das Problem Tollwut mit internationaler Hilfe einfach und schnell lösbar sei. Internationale Hilfsprogramme wie Gesundheitsaktionen gegen Aids oder Malaria sollten auch für die Tollwut-Bekämpfung eingesetzt werden. Es sei nötig einen Finanzplan für die Beschaffung der Impfstoffe aufzustellen.

Einer der offensichtlichen Erfolge im Kampf gegen die Tollwut ist die Tatsache, dass der Erfolg sofort eintrete. "Eine solche Aktion braucht keine großartigen sozialen Änderungen, Veränderungen im Verhalten oder lange Vorbereitungszeiten", so die Forscherin. (pte)

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BBC

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