Erstmals seit 40 Jahren Machtwechsel in Monacos Parlament

10. Februar 2003, 08:45
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Oppositionelle "Union für Monaco" liegt bei Parlamentswahl vorn

Monaco - Im Fürstentum Monaco zeichnet sich erstmals seit 40 Jahren ein Machtwechsel im Parlament ab. Nach den am frühen Montagmorgen veröffentlichten Teilergebnissen kam die oppositionelle "Union für Monaco" (UPM) bei der Parlamentswahl am Sonntag auf mehr als die Hälfte der 24 Sitze. Bisher gehörten alle Abgeordneten der "Union Nationale et Democratique" (Nationale und Demokratische Union) an, die Staatsoberhaupt Fürst Rainier nahe steht.

Bestätigt sich das Ergebnis, muss der 64-jährige Jean-Louis Campora damit nach 30 Jahren das Amt des Parlamentspräsidenten abgeben. Für die UPM war mit dem 40-jährigen Spitzenkandidaten Stephane Valeri ein Vertreter einer neuen Generation ins Rennen gegangen.

Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei 80 Prozent. Aber nur 5.800 der 35.000 Einwohner des Zwergstaates durften an die Urnen gehen. Beobachter des Europarats prüften, ob der Urnengang demokratischen Standards entsprach. Die Aufnahme scheiterte bisher an Demokratiedefiziten im politischen System des Fürstentums.(APA)

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    Der Spitzenkandidat der oppositionellen "Union für Monaco", Stephane Valeri.

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    Der 64-jährige Jean-Louis Campora muss möglicherweise nach 30 Jahren das Amt des Parlamentspräsidenten abgeben.

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