Sklavinnenarbeit in Polen: Textilunternehmer verhaftet

1. Juli 2008, 11:46
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Besitzer einer Schneiderei soll Frauen aus der Mongolei ohne Polnischkenntnisse und Pass zu 16 Stunden Arbeit täglich gezwungen haben

Warschau - Ein 40-jähriger Textilunternehmer aus Polen ist nach Angaben der Polnischen Nachrichtenagentur PAP festgenommen worden, weil er Frauen aus der Mongolei zur Sklavinnenarbeit gezwungen haben soll.

Der Schneidereibesitzer soll in seiner Werkstatt bei Krakau seit April sechs Mitarbeiterinnen aus der Mongolei beschäftigt haben. Die Frauen im Alter zwischen 22 und 30 Jahren mussten 16 Stunden täglich, auch samstags, arbeiten, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann nahm demnach den Ausländerinnen, die kein Polnisch sprechen, die Reisepässe weg, um ihre Flucht zu verhindern. Die Frauen durften das Zimmer, in dem sie untergebracht waren, auch nach der Arbeit nicht verlassen. Ihr Einkommen habe nur mehrere hundert Zloty (rund hundert Euro) im Monat betragen, berichtete die Polizei. (APA/dpa)

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