Bush und Blair mit neuem Plan: 48-Stunden-Frist für Saddam

9. Februar 2003, 10:29
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Gang Husseins ins Exil soll Krieg vermeiden - Britische Regierungssprecherin: Aber erst müssen Inspektoren ihre Arbeit tun

London - Die USA und Großbritannien bereiten einem Pressebericht zufolge einen Plan vor, wonach der irakische Machthaber Saddam Hussein eine Frist von 48 Stunden zum Verlassen seines Landes bekommen soll. Der Plan solle möglicherweise am kommenden Wochenende dem UNO-Sicherheitsrat als Grundlage einer neuen Irak-Resolution vorgelegt werden, berichtet die britische Zeitung "Sunday Telegraph" am Sonntag unter Berufung auf einen Diplomaten des UNO-Sicherheitsrats.

Sollte sich in dem neuen Bericht der UNO-Waffeninspektoren am Freitag herausstellen, dass Saddam Hussein sich weigert, seine Massenvernichtungswaffen aufzugeben, soll er laut "Sunday Telegraph" zwei Tage Zeit haben, durch einen Gang ins Exil einen Krieg zu vermeiden.

"Verstoßen"

Dem UNO-Diplomaten zufolge würde die neue Resolution die Feststellung beinhalten, dass Saddam Hussein gegen die bestehende Resolution 1441 verstoßen habe. Dies rechtfertige die Anwendung "aller notwendigen Mittel", um Irak zu entwaffnen.

Eine britische Regierungssprecherin sagte, es sei "viel zu früh, über so etwas zu sprechen". Zunächst müsse den UNO-Waffeninspektoren die Gelegenheit gegeben werden, ihre Arbeit zu tun. (APA/AFP)

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