Mobilkom verärgert über die Mobilfunkpläne von Tele2

7. Februar 2003, 08:42
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T-Mobile reagiert "gelassen" und erwartet Preiskampf - tele.ring nimmt Mobilfunkstart "zur Kenntnis"

Die Mobilkom Austria zeigte sich am Donnerstag verärgert über die Mobilfunkpläne des Festnetz- und Internetbetreibers Tele2. "Wir prüfen rechtliche Schritte gegen Tele2", sagte Mobilkom-Sprecherin Elisabeth Mattes. In den kommenden Tagen solle die weitere Vorgehensweise geklärt werden.

Strafe

Ob Tele2 nun als reiner Wiederverkäufer von One-Diensten ohne eigene Vorwahl ins Mobilfunkgeschäft einsteige und nicht wie ursprünglich geplant als so genannter "virtueller Mobilfunkbetreiber" (MVNO) mit teils eigener Infrastruktur ändere nichts an der Tatsache, dass damit jene bestraft würden, die eine eigene Infrastruktur aufgebaut hätten, so Mattes. Tele2 könne als ESP (Enhanced Service Provider) einfach auf ein bestehendes Netz aufsetzen, was gegenüber denen, die in eigene Infrastruktur investiert hätten, ungerecht sei.

"Keine neuen Produkte, sondern nur neue Tarife"

Auf die Tele2-Mobilfunkpläne "gelassen" reagierte hingegen T-Mobile Austria. Tele2 starte als reiner Reseller ohne eigenes Netz, daher erwarte man keine neuen Produkte, sondern nur neue Tarife. Diese würden jedoch den Wettbewerb bei den Mobilfunktarifen weiter anheizen", sagte T-Mobile Austria-Sprecherin Martina Zowack.

"Für Tele2 wird es schwer genug werden".

Der vierte Mobilfunkbetreiber tele.ring nehme "die weitere Konkurrenz zur Kenntnis", sagte tele.ring-Sprecher Walter Sattlberger. Mehr Wettbewerb belebe das Geschäft, das wisse tele.ring als vierter Anbieter am besten. Ob die Tele2-Angebote angenommen werden, müsse sich erst herausstellen. Ob Tele2 nun als ESP oder wie ursprünglich geplant als virtueller Mobilfunkbetreiber auf den Markt komme, mache kaum einen Unterschied: "Für Tele2 wird es schwer genug werden". Rechtliche Schritte gegen den geplanten Mobilfunkauftritt plane tele.ring keine. (APA)

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