Laibach besorgt über Zukunft von Radio dva

6. Februar 2003, 16:06
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Parlamentspräsident: Österreichischer Staat verantwortlich

Der Präsident des slowenischen Parlaments, Borut Pahor, hat am Mittwoch in einem Gespräch mit dem österreichischen Botschafter in Laibach, Ferdinand Mayrhofer-Grünbühel, seiner "Besorgnis" über die Lage des Kärntner Volksgruppensenders Radio dva Ausdruck verliehen. Pahor habe die Erwartung geäußert, dass das Problem in kürzester Zeit konstruktiv geregelt wird, schreibt die Nachrichtenagentur STA und bezieht sich auf Mitteilungen aus dem slowenischen Parlament.

Der Parlamentspräsident habe Mayrhofer-Grünbühel auch über bisherige Erörterungen des Problems des slowenischen Radios im zuständigen Parlamentsausschuss informiert und betont, dass über die Verantwortlichkeit des österreichischen Staates für dieses wichtige Medium der slowenischen Minderheit in Kärnten vollständiges Einvernehmen aller politischer Gruppen besteht. Der Botschafter wurde gebeten, nach Kräften zur schnellsten Regelung dieser Frage beizutragen.

Die slowenische Öffentlichkeit wird über die Entwicklung der Lage im Klagenfurter Studio des Radios täglich informiert. Mehrere Organisationen, so auch die Slowenische Schriftstellervereinigung, nahmen dazu Stellung und erklärten, die Lösung dieser Frage sei in der Zuständigkeit Wiens, Slowenien müsse jedoch für Überbrückungshilfe sorgen. (APA)

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