AUA: Management und Bordpersonal verhandeln wieder

5. Februar 2003, 15:15
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Unter Einbezug der Sozialpartner

Wien - Im Arbeitskonflikt zwischen dem fliegenden Personal und dem Vorstand der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) ist am Mittwoch eine neue Runde eingeläutet worden. Wie die AUA Group Mittwochnachmittag mitteilte, sind der Vorstand und der Bordbetriebsrat überein gekommen, Gespräche über das weitere gemeinsame Vorgehen unter Mitwirkung der Sozialpartner aufzunehmen. Ein genauer Termin stehe zwar noch nicht fest, allerdings sei mit einem Termin Mitte Februar zu rechnen, hieß es.

Kampfmaßnahmen

Wie berichtet hatten sich die fliegenden AUA-Mitarbeiter in einer Urabstimmung für Kampfmaßnahmen bis hin zum Streik ausgesprochen. Zuvor hatte das AUA-Management eine Betriebsvereinbarung aufgekündigt, in der dem AUA-Flugpersonal eine Beschäftigungsgarantie im Ausmaß von 43 Prozent innerhalb der Gruppe zugestanden wird.

"Mantel-Kollektivvertrag"

Die fliegenden AUA-Mitarbeiter fordern eine klare Aufteilung der Geschäftsfelder bei AUA, Lauda Air und Tyrolean Airways in Form eines "Mantel-Kollektivvertrages", der über die drei bestehenden KV gestülpt werden soll. Andernfalls sei der Wegfall von Jobs und "Unterwanderung" durch billigeres Personal zu befürchten, wie argumentiert worden war. Der AUA-Vorstand hatte sich bisher gegen diese Forderung gestellt.

Vom Cockpit- und Kabinenpersonal abgelehnt wird auch ein vom Management geplantes deutlich abgespecktes Gehaltsschema für neu eintretende Piloten. Derzeit verdienen AUA-Piloten zum Teil fast doppelt so viel wie ihre Kollegen bei Lauda und Tyrolean. (APA)

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