"Mögest Du Mutter von 100 Söhnen werden!"

16. Februar 2008, 18:00
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Fotoausstellung in Imst zeigt im Rahmen der Reihe "Globale Kindheit" die Lebensrealität indischer Mädchen - Vernissage am 6. März

Am 6. März startet in Imst die Ausstellung "Where are the baby girls?" der Tiroler Fotografin Cornelia Kaufmann. Die Ausstellung findet im Rahmen der ubuntu-Reihe "Globale Kindheit" statt und zeigt die Lebensrealität von Mädchen in Indien.

In der indischen Kultur gilt die Geburt eines Mädchens zumeist als Unglück. Mädchen werden häufiger abgetrieben oder nach der Geburt getötet, ihre Sterblichkeitsrate vor dem fünften Geburtstag liegt um 43 Prozent höher als die der Buben. Die meisten indischen Frauen müssen sich zeitlebens mit einem minderwertigen Status in der Gesellschaft zufrieden geben. Ein indischer Segenswunsch lautet: "Mögest Du Mutter von 100 Söhnen werden!"

In der Hauptstadt Delhi kamen im Jahre 2006 827 neugeborene Mädchen auf 1000 neugeborene Buben, wobei nicht die ärmsten, sondern die reichen, südlichen Stadtteile die schlechtesten Zahlen aufwiesen. "Where are the baby girls?" fragte die in Delhi erscheinende Zeitung "Hindustan Times", als die neuen Zahlen veröffentlicht wurden.

ubuntu - die Kulturmarke der SOS-Kinderdörfer - hat das Ziel, das "Recht auf Kindheit" in allen kulturellen Kontexten durchzusetzen. (red)

 

 

 

Fotoausstellung "Where are the baby girls?"
Vernissage: Donnerstag, 6. März 2008
19 Uhr
ubuntu-forum,
Pfarrgasse 7,
6460 Imst, Tirol

Die Ausstellung ist bis 29. März 2008, jeweils Dienstag und Donnerstag von 10 bis 18 Uhr, zu sehen

Link

Ubuntu Imst

 

  • Credit: Cornelia Kaufmann
    foto: cornelia kaufmann
    Credit: Cornelia Kaufmann
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