Vier Nobelpreisträger richten Friedensappell an Bush

5. Februar 2003, 06:53
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Offener Brief an den US-Präsidenten: Krieg bringt unterdrücktem Volk noch mehr Tod und Verzweiflung

Madrid - Vier Nobelpreisträger und rund 40 Pazifisten aus der ganzen Welt haben in einem Offenen Brief an US-Präsident George W. Bush gegen einen möglichen Krieg im Irak protestiert. Ein Krieg sei immer ein Rückschritt, eine Niederlage für Demokratie und Entwicklung, heißt es in dem Brief, der in Barcelona vom ehemaligen Direktor der UNESCO, Frederico Mayor Zaragoza, vorgestellt wurde. Der Brief wurde an das Weiße Haus und die US-Botschaft in Spanien geschickt.

Die kriegerische Haltung der USA gegenüber dem Irak gefährde die Grundfesten des Zusammenlebens auf der Welt und das internationale Recht, heißt es in dem Brief weiter. Ein Krieg werde einem unterdrückten Volk noch mehr Tod, Leid und Verzweiflung bringen.

Der Brief wurde unter anderen unterzeichnet von dem amerikanischen Linguisten und Buchautor Noam Chomsky und den Friedensnobelpreisträgern Rigoberta Menchu, Joseph Rotblat, Adolfo Perez Esquivel sowie dem Literaturnobelpreisträger Jose Saramago. Die Aktion wurde koordiniert von der Organisation Ubunto Weltforum. (APA/AP)

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