Fangverbot im Nordwesten Spaniens zum Teil aufgehoben

3. Februar 2003, 15:58
posten

Nur die Hälfte der Fischergenossenschaften nutze bislang die Aufhebung

La Coruna - Zehn Wochen nach dem Untergang des Großtankers "Prestige" im Atlantik ist das Fischfangverbot im Nordwesten Spaniens teilweise aufgehoben worden. Am Montag fuhren in der Gegend um Pontevedra und Arousa in Galicien die ersten Boote hinaus, um Meeresfrüchte einzusammeln, teilten die Behörden mit. Allerdings nutzte nur etwa die Hälfte der Fischergenossenschaften die Aufhebung des Verbots. Vielerorts herrscht Misstrauen über die Zusicherung der Behörden, die Gewässer seien wieder sauber.

Zudem fürchten viele Fischer einen Preissturz, wenn nach der von der Ölpest verursachten Knappheit nun große Mengen Schalentiere und Muscheln auf den Markt kommen. Schon zuvor hätten die spanischen Produkte durch billigere Importe stark gelitten, heißt es. Das Fischereiministerium sieht dagegen die Gefahr, dass die spanischen Fischer weiter Marktanteile an die ausländische Konkurrenz verlieren, falls sie ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen.

Für den Fischfang frei gegeben wurde der Küstenabschnitt zwischen Muros und der portugiesischen Grenze. Im Golf von Biskaya bedroht dagegen ein großer Ölteppich aus der "Prestige" weiter die Küste des spanischen Baskenlandes. Die Fischer dort befürchten mit Blick auf die beginnende Makrelen- und Sardellensaison hohe Einbußen, sollte die Flotte nicht auslaufen können. (APA/dpa)

Share if you care.