Jordanien: "Versuchen alles um Krieg zu vermeiden"

3. Februar 2003, 15:19
posten

Papandreou in Amman - EU-Nahost-Mission der "letzten Chance"

Amman - Die Menschen im Nahen Osten seien wegen eines drohenden Irak-Krieges sehr besorgt, erklärte der jordanische Außenminister Marwan Moasher bei einem Treffen mit Griechenlands Außenminister Georgios Papandreou am Montag in Amman. Ein Krieg würde negative wirtschaftliche und politische Auswirkungen für die gesamte Region haben. "Wir versuchen alles Mögliche, damit dieser Krieg vermieden wird. Illusionen haben wir aber nicht, dass der Krieg nicht stattfinden wird", sagte der Außenminister Jordaniens vor der Presse.

Papandreou ist im Namen der griechischen EU-Ratspräsidentschaft auf Tour im Nahen Osten und versucht, eine so genannte "strong message" dem irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu übermitteln über dessen Nachbarn, dass er mit der UNO, mit UNO-Chefinspektor Hans Blix und mit der EU kooperieren müsse. Es liege in seiner Hand, einen Ausweg zu finden, heißt es von EU-Seite. Tag für Tag werde klarer, dass Saddam Hussein kooperieren müsse, wenn nicht, komme der Krieg immer näher.

Es ist nicht auszuschließen, dass der griechische Außenminister als EU-Vorsitzender und als jemand, der die US-Politik sehr gut kennt, aber auch als Außenminister eines Landes, das traditionell gute Beziehungen zu den arabischen Ländern hat, versucht, eine "letzte Chance" zu nutzen, um einen Krieg zu vermeiden. Amman ist die zweite Station Papandreous in der Region. Zuvor war er in Damaskus und am Dienstag wird er sich im Libanon aufhalten. Bis Ende der Woche wird er auch Ägypten besuchen und bis Mitte Februar Israel und Palästina. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der jordanische Außenminister Marwan Moasher mit seinem griechischen Amtskollegen und dem Eu-Beauftragten für den Mittleren Osten Miguel Angel Moratinos. (Von rechts nach links)

Share if you care.