AKP-Chef Erdogan tritt bei Nachwahl im März an

3. Februar 2003, 15:26
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Voraussetzung für Übernahme des Amts des türkischen Ministerpräsidenten

Ankara - Der Chef der türkischen Regierungspartei AKP (Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei), Recep Tayyip Erdogan, kandidiert nach Regierungsangaben bei einer Nachwahl im März und öffnet sich so den Weg in das Amt des Ministerpräsidenten. "Unser Parteivorsitzender wird um einen Abgeordnetensitz für (die Provinz) Siirt kandidieren und wird, so Gott will, am 10. März ins Parlament einziehen", sagte der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Ali Sahin in Ankara. Erdogan war eine Kandidatur bei der Parlamentswahl Anfang November untersagt gewesen, weil er wegen islamistischer Volksverhetzung vorbestraft war.

Nach einer Änderung der Verfassung, die Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer zunächst beeinsprucht hatte, darf Erdogan am 9. März in einem Wahlkreis von Siirt kandidieren, wo die Wahl annulliert worden war. Traditionell wird der Chef der stärksten Partei im Parlament Regierungschef. Derzeit hat dieses Amt Abdullah Gül inne, Erdogans Stellvertreter an der Parteispitze. Die islamische Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) hatte bei der Parlamentswahl im Vorjahr die absolute Mehrheit errungen.(APA/Reuters)

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    "Unser Parteivorsitzender, Recep Tayyip Erdogan, wird, so Gott will, am 10. März ins Parlament einziehen" meint der stellvertretende Ministerpräsident Mehmet Ali Sahin.

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