Sticken als feministische Aktion

14. März 2008, 12:31
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Junge Schwedin hat "traditionelle Frauentätigkeit in den männlichen öffentlichen Raum versetzt"

In Stockholm haben die Verkehrsbetriebe dem generell ungeliebten Veränderungswunsch an Linieneigentum seitens einer Graffitikünstlerin nachgegeben. Ulrika Erdes betreibt aber auch eine ungewöhnliche Variante der Schriftzüge: Sie bestickt Sitzbezüge in Bussen und Waggons im Großraum Malmö mit Aufschriften oder Motiven wie Herzen und Enten.

Feministische Aktion

Laut eigener Schätzung soll die junge Schwedin schon über hundert Öffis verschönert haben. Ihre rein rechtlich als Vandalismus einzustufende Aktivität sieht sie unter anderem als feministische Aktion: "Ich habe eine traditionelle Frauentätigkeit in den männlichen öffentlichen Raum versetzt", sagte Erdes in einem Interview mit der regionalen Ausgabe der Gratiszeitung "Metro".

Bislang kein Einschreiten

Die Landesverkehrsbetriebe der Region Schonen (Skane) wollen die Nähgraffiti vorerst jedenfalls nicht zur Anzeige bringen: "Schmierereien mit Kreuzstich sind doch sympathischer als solche mit Tuschestiften."

 

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