"NASA-Puzzle"

2. Februar 2003, 16:13
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Washington/Hamburg - Der Wiedereintritt einer Raumfähre in die Erdatmosphäre ist eines der größten Probleme der bemannten Raumfahrt. Das Space Shuttle drückt dabei die zunehmend dichtere Luft vor sich extrem zusammen. Durch diese Reibung der Gasmoleküle wird der Boden der Raumfähre bis auf eine Temperatur von 1.700 Grad Celsius aufgeheizt.

Bei den ersten beiden Space Shuttles "Columbia" und "Challenger" nutzten die Entwickler noch Tausende von Kacheln, um die Pendler vor dem Verglühen zu schützen. Bei den drei neueren Orbitern "Discovery", "Atlantis" und "Endeavour" sind es größere Schutzdecken.

Unikate

Jedes der aus Siliziumfasern gebauten Elemente ist nummeriert und ein Unikat. Die Kacheln passen sich genau an einer Stelle an den Rumpf an und werden von Technikern als "NASA-Puzzle" bezeichnet. Die Platten, die der enormen Hitze mehrere Minuten widerstehen müssen, sind nach der Landung rußgeschwärzt.

Die größten Temperaturen treten in einer Höhe von 60 bis 70 Kilometern auf, in diesem Bereich hatte die NASA den Funkkontakt zum Shuttle verloren. Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich, weil die Signale durch die große Hitze gestört werden.

Außer Kontrolle

Vor jedem Start wird der Schutzschild von der NASA sehr genau untersucht und ausgebessert. Reißen Kacheln aus dem Untergrund, ist die darunter liegende Schicht der Hitze ausgesetzt. Auch die Leitwerke und Tragflächen haben einen speziellen Hitzeschutz. Versagt er, kann das Shuttle außer Kontrolle geraten. (APA/dpa)

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