Langstreckenläuferinnen mit hohem Risiko für poröse Knochen

12. Februar 2003, 16:02
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Gymnastik, Gewichtheben und Volleyball sind förderlicher für Knochen und verringern Osteoporose-Risiko

London - Langstreckenläufer haben ein erhöhtes Risiko für poröse Knochen. Das haben Forscher der East London University in einer Studie herausgefunden. Die Wissenschafter hatten die Knochendichte von Hüfte und Wirbelsäule bei 52 Frauen gemessen. Alle Frauen joggten fünf bis siebzig Kilometer pro Woche.

Das Gewicht, der Anteil des Körperfetts und Menstruationszyklen wurden in der in der Fachzeitschrift "British Journal of Sports Medicine" veröffentlichten Studie ebenso berücksichtigt wie die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln und Ernährungsgewohnheiten.

Ernährung hat keinen Einfluss

Im Ergebnis hatten die Frauen mit höherem Gewicht auch eine größere Knochendichte, allerdings nur bei einem geringen Körperfettanteil und vermehrter Muskelmasse. Wurde dagegen allein der Körperumfang und das Alter der joggenden Frauen berücksichtigt, sah das Bild anders aus: Je mehr die Frauen Langstreckenlauf praktizierten, desto geringer war die Knochendichte in Hüfte und Wirbelsäule. Für jede gejoggten zehn Kilometer pro Woche reduzierte sich die Knochendichte um einige Prozent.

Ernährungsgewohnheiten haben der Studie zufolge dagegen keinen Einfluss auf die Knochendichte in Hüfte oder Wirbelsäule. Wurden mit der Nahrung hohe Magnesium- und geringe Zink-Mengen aufgenommen, führte dies nur im Oberschenkelknochen zu einer erhöhten Knochendichte.

Nach Auffassung der Sportmediziner stimuliert Langstreckenlauf nur unzureichend das Knochenwachstum. Gymnastik, Gewichtheben und Volleyball seien förderlicher für die Knochen und könnten das Risiko von Osteoporose verringern. (APA/AP)

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