Die öffentliche Frau

14. Februar 2003, 15:26
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Susanne Zobl ging der Frage nach, wie es für Medienstars ist, bekannt zu sein

Wir kennen sie von Zeitungsbildern, wir hören sie im Radio, wir sehen sie im Fernsehen ... und manchmal treffen wir auch plötzlich auf sie, die Medienfrau. Zum Star aufgestiegen, bekannt, beliebt, kritisiert - und manchmal ebenso schnell wieder aus der TV-Sendung und damit der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden. Die News-Redakteurin Susanne Zobl hat für ihre erste Buchveröffentlichung "Die öffentliche Frau" 20 Frauen aus dem Mediengeschäft interviewt. Es sind fast ausschließlich ORF-Frauen, die sich die Autorin ausgesucht hat, um sie nach dem Umgang mit Öffentlichkeit-Privatheit, Frausein in ihrem Job und dem persönlichen Werdegang zu fragen.

So ist ein Buch entstanden, das einen ersten Einblick in Berufsfelder gibt und in Porträts den realen Umgang von Frauen mit ihrem Privatleben widerspiegelt (wenn Monika Lindner quasi nichts daraus erzählt und jede Aussage reflektiert, bevor sie getätigt ist, und andere wiederum, deren (Privat)Leben bereits durch österreichische Zeitschriften gezogen ist, gerne daraus erzählen). Den wie es scheint geradlinigen Karriere- und Lebensläufen mit meist erfolgreichem Managen von Haushalt, Kindererziehung, Ehe und Beruf fehlen phasenweise die Tiefe in die aufgetretenen Probleme ... und Nachteile von Bekanntheit. (dy)

Buch

Susanne Zobl.
Die öffentliche Frau.
Medienstars in Österreich.
Verlag Ueberreuter.
Wien 2002.
208 S. / 19,90 EUR.
ISBN 380003879X

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